Deutscher Name: Kleines Immergrün

Lateinischer Name: Vinca minor

Lebensform:

Kraut/Blume

Farbe der Blütenblätter:

andere

Anzahl der Blütenblätter:

5

Blütezeit:

März - April

Verwechslungsgefahr:

-

Das Gift:

Monomere Indol-Alkaloide (z. B. Vincamin, Indol-Eburnamenin) mit einem Anteil von 0,15–0,95 % (Roth 1994)

betroffene Tierarten:

-

Symptome:

Am Versuchstier Maus: Blutbildveränderung. Beim Menschen: Hautrötung (Aboling 2021)
Todesursache: Herz-Kreislauf-Versagen durch Nervenschädigung im ZNS (Aboling 2021)

Sonstiges:

Tier-Pflanze-Interaktion:
Die aus West- und Mitteleuropa stammende immergrüne Gattung aus der Familie der Hundsgift-Gewächse (Apocynaceae) ist nicht nur eine Garten- und Friedhofspflanze, sondern in Deutschland auch heimisch geworden, sie tritt also auch verwildert und wildwachsend auf schattigen, oft waldnahen Standorten stets in Kontakt zu Gehölzen auf (Rothmaler 2008). Dort wäre ein Kontakt zu Nutztieren möglich. Im Heu ist die Pflanze wohl nie zu finden, da die schattigen Standorte, wo sie flächendeckend (und damit in relevanter Futtermenge) vorkommen würde, im Grünland fehlen. Trotz des alarmierend klingenden Namens (aufgrund der in der Familie stark toxischen tropischen Gattungen wie Apocynum und Strophanthus Hegi 1981)) sind keine Fälle bekannt geworden, bei denen Hunde oder andere Tiere durch freiwilliges Fressen von Immergrün zu Schaden kamen. Unter den Bedingungen freier Futterwahl wird die Pflanze von Ziegen gemieden (Aboling 2021). Offenbar sind die Inhaltsstoffe (Alkaloide ein potentes antipastorales Mittel für einen effektiven Fraßschutz: Bereits die Aufnahme ins Maul, spätestens das Abschlucken von Pflanzenmaterial wird durch die Inhaltsstoffe pre-ingestiv verhindert. Offenbar bildet der Mensch eine Ausnahme (s. Symptome). Mäuse jedenfalls dürften die Pflanze, wie alle anderen Tierarten auch, stehen lassen. Eine Zwangsfütterung ergab für Mäuse eine tödliche Dosis Alkaloide 24 mg/kg Körpergewicht (Roth 1994).

Quellen:

ABOLING, S. (2021): Year-long patterns of diet selection on plant species level by free-roaming goats. in preparation.
HEGI, G. (1981): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage ed. Vol. 3.
ROTH, L., M. Daunderer, and K. Kormann, Giftpflanzen - Pflanzengifte. 4. Auflage ed. 1994, Landsberg/Lech: ecomed.
2. ROTHMALER, W. (2008): Exkursionsflora von Deutschland. Krautige Zier- und Nutzpflanzen, ed. E.J. Jäger, et al. 2008, Berlin: Spektrum Akademischer Verlag.

Lebensform:

Kraut/Blume

Blattaufbau

einfach

Farbe der Blütenblätter:

andere

Anzahl der Blütenblätter:

5

Blütezeit:

März - April

Verwechslungsgefahr:

-

Das Gift:

Monomere Indol-Alkaloide (z. B. Vincamin, Indol-Eburnamenin) mit einem Anteil von 0,15–0,95 % (Roth 1994)

betroffene Tierarten:

-

Symptome:

Am Versuchstier Maus: Blutbildveränderung. Beim Menschen: Hautrötung (Aboling 2021)
Todesursache: Herz-Kreislauf-Versagen durch Nervenschädigung im ZNS (Aboling 2021)

Sonstiges:

Tier-Pflanze-Interaktion:
Die aus West- und Mitteleuropa stammende immergrüne Gattung aus der Familie der Hundsgift-Gewächse (Apocynaceae) ist nicht nur eine Garten- und Friedhofspflanze, sondern in Deutschland auch heimisch geworden, sie tritt also auch verwildert und wildwachsend auf schattigen, oft waldnahen Standorten stets in Kontakt zu Gehölzen auf (Rothmaler 2008). Dort wäre ein Kontakt zu Nutztieren möglich. Im Heu ist die Pflanze wohl nie zu finden, da die schattigen Standorte, wo sie flächendeckend (und damit in relevanter Futtermenge) vorkommen würde, im Grünland fehlen. Trotz des alarmierend klingenden Namens (aufgrund der in der Familie stark toxischen tropischen Gattungen wie Apocynum und Strophanthus Hegi 1981)) sind keine Fälle bekannt geworden, bei denen Hunde oder andere Tiere durch freiwilliges Fressen von Immergrün zu Schaden kamen. Unter den Bedingungen freier Futterwahl wird die Pflanze von Ziegen gemieden (Aboling 2021). Offenbar sind die Inhaltsstoffe (Alkaloide ein potentes antipastorales Mittel für einen effektiven Fraßschutz: Bereits die Aufnahme ins Maul, spätestens das Abschlucken von Pflanzenmaterial wird durch die Inhaltsstoffe pre-ingestiv verhindert. Offenbar bildet der Mensch eine Ausnahme (s. Symptome). Mäuse jedenfalls dürften die Pflanze, wie alle anderen Tierarten auch, stehen lassen. Eine Zwangsfütterung ergab für Mäuse eine tödliche Dosis Alkaloide 24 mg/kg Körpergewicht (Roth 1994).

Quellen:

ABOLING, S. (2021): Year-long patterns of diet selection on plant species level by free-roaming goats. in preparation.
HEGI, G. (1981): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage ed. Vol. 3.
ROTH, L., M. Daunderer, and K. Kormann, Giftpflanzen - Pflanzengifte. 4. Auflage ed. 1994, Landsberg/Lech: ecomed.
2. ROTHMALER, W. (2008): Exkursionsflora von Deutschland. Krautige Zier- und Nutzpflanzen, ed. E.J. Jäger, et al. 2008, Berlin: Spektrum Akademischer Verlag.


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